KfW-Programm Offshore-Windenergie
Beschreibung
Unternehmen, die einen Windpark in der Nord- oder Ostsee planen, können ein Darlehen von der KfW Bankengruppe erhalten, um den Ausbau der Offshore-Windenergie zu fördern. Die Unterstützung umfasst bis zu 10 Offshore-Windparks in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) oder der 12-Seemeilen-Zone der Nord- und Ostsee.
Die Förderung wird als Direktkredit bereitgestellt, wobei verschiedene Finanzierungsmodelle zur Verfügung stehen: direkt im Rahmen von Bankenkonsortien, als Finanzierungspaket, das einen bankdurchgeleiteten Kredit und einen maximal gleich hohen Direktkredit der KfW kombiniert, sowie als Direktkredit zur Finanzierung unvorhergesehener Mehrkosten. Der Finanzierungsanteil beträgt bei Direktkrediten im Rahmen von Bankenkonsortien maximal 50 Prozent des gesamten Fremdkapitalbedarfs, während es im Finanzierungspaket bis zu 70 Prozent sind. Bei der Finanzierung unvorhergesehener Mehrkosten liegt der maximale Anteil ebenfalls bei 50 Prozent.
Der Höchstbetrag für ein Darlehen variiert je nach Modell: Im Rahmen von Bankenkonsortien beträgt er maximal 400 Millionen Euro pro Projekt, im Finanzierungspaket maximal 700 Millionen Euro und zur Finanzierung unvorhergesehener Mehrkosten maximal 100 Millionen Euro.
Investoren müssen in der Regel einen Eigenkapitalanteil von mindestens 30 Prozent des Gesamtfinanzierungsbedarfs aufbringen. Davon müssen mindestens 20 Prozent vor der ersten Kapitalziehung eingebracht werden; die restlichen 10 Prozent können später zur Verfügung gestellt werden, sofern sie abgesichert sind.
Hinweise zur Antragstellung
Der Antrag auf Direktkredit im Rahmen von Bankenkonsortien ist von der konsortialführenden Bank direkt und formlos bei der KfW zu stellen. Der Antrag auf ein Finanzierungspaket für den bankdurchgeleiteten Kredit ist bei der Hausbank oder -sparkasse einzureichen, die den Antrag an die KfW Bankengruppe weiterleitet.