COST – Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung
Beschreibung
COST (European Cooperation in Science and Technology) ist das älteste und größte zwischenstaatliche Netzwerk für Forschungszusammenarbeit in der Europäischen Union. Das Programm bringt Forschungsteams aus verschiedenen Ländern zusammen, die in speziellen Themenbereichen arbeiten. Es fördert die Vernetzung von einzelstaatlich finanzierten Maßnahmen durch finanzielle Unterstützungen für Tagungen, Konferenzen, Kurzaufenthalte von Wissenschaftlern und Öffentlichkeitsarbeit. Die Forschungsmaßnahmen selbst werden nicht gefördert. Derzeit unterstützt COST rund 300 wissenschaftliche Netzwerke, sogenannte COST-Aktionen.
Seit dem 5. Mai 2022 sind Zahlungen an Partnerinnen und Partner laufender COST-Aktionen und aller COST-Aktivitäten, die mit russischen Einrichtungen verbunden sind, gestoppt. Dies setzt Entscheidungen der EU-Kommission bezüglich russischer Einrichtungen um.
Das Hauptziel von COST ist es, Anreize für den Aufbau neuer, innovativer und interdisziplinärer Netzwerke von Wissenschaftlern in Europa zu schaffen. COST-Aktionen sollen die Grundlagen für herausragende wissenschaftliche Leistungen in Europa legen und zur wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen oder gesellschaftlichen Entwicklung Europas beitragen. Das Programm ist thematisch offen, wobei Vorschläge, die als Wegbereiter für weitere europäische Programme dienen oder Überlegungen von Nachwuchswissenschaftlern aufgreifen, besonders willkommen sind.
Es bestehen verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten: Eine eigene COST-Aktion kann initiiert, einer bestehenden COST-Aktion mit geeigneter Expertise beigetreten oder als Experte im COST-Evaluierungsverfahren mitgewirkt werden. Die Förderung erfolgt durch Zuschüsse zu den Koordinierungskosten der Aktionen. Finanzielle Unterstützung in Höhe von 125.000 Euro im ersten Jahr und etwa 150.000 Euro pro Jahr für normalerweise weitere drei Jahre kann gewährt werden.
Hinweise zur Antragstellung
Vor der Antragstellung ist Kontakt mit dem Nationalen COST-Koordinator aufzunehmen, um die erforderlichen Schritte auf nationaler Ebene zu klären. In Deutschland übernimmt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) diese Koordination. Das Antragsverfahren ist einstufig, und Projektvorschläge können jederzeit über das Internet-Portal e-COST-online eingereicht werden. Diese werden in der Regel halbjährlich in einem mehrstufigen Bewertungsverfahren begutachtet. Ausführliche und aktuelle Informationen zum Antragsverfahren und den Terminen der Ausschreibungen sind beim deutschen COST-Koordinator und auf der COST-Homepage verfügbar.